Stgt-Untertürkheim · St. Germanus - Grieshaber

6 · HAP Grieshaber - Die Josefswand

Die Druckstöcke der Josefs-Wand befinden sich in der Universitäts-bibliothek Giessen. Man kann die Bibliothek virtuell auf 360°-Tour durchwandern, auch zu den Druckstöcken. Ebenfalls wird dort ein umfangreicher Text zum Gesamtkunstwerk, verfasst von Ursula Sinnreich, angeboten (Direktlink)

Sie sind Teil einer „Kunst-am-Bau“-Maßnahme für den sog. Gießener Kunstweg gewesen. Die Einrichtung des Gießener Kunstwegs ging auf eine Initiative und Konzept des damaligen Gießener Professors Gottfried Boehm zurück. Die Kontaktaufnahme und die anschließenden Verhandlungen mit HAP Grieshaber fanden in den Jahren 1979 ff statt, und er ist dann als „künstlerischer Berater und ausführender Künstler“ für den Neubau der Universitätsbibliothek Gießen tätig und mitverantwortlich gewesen.

Grieshaber selbst konnte seine Vorstellungen über die einheitliche Einfärbung der 16 Tafeln im Blau der Justus-Liebig-Universität und über ihre freie, nicht chronologische Anordnung im Treppenhaus der Universitäts-bibliothek noch selbst skizzieren; die konkrete Umsetzung besorgte dann die von ihm geschätzte Malerin Gisela Sternstein. Zur Eröffnung des neuen Gebäudes der Universitätsbibliothek im Jahr 1983 war die Josefs-Legende in ihrer heutigen Gestalt installiert.
(Quelle: E-Mail von Dr. Peter Reuter)

Lt. Gustav Zmaila wurden die Druckstöcke blau eingefärbt um jegliche Wiederverwendung zu verhindern.

Immer wieder findet man im Schrifttum über Grieshabers Josefslegende Verweise auf die Roman-Tetralogie Joseph und seine Brüder von Thomas Mann. In einer Übersicht zum Download finden Sie das Inhaltsverzeichnis in tabellarischer Darstellung: nach dem Kapitel-Stichwort & Seitenzahl Angabe der Quelle aus dem AT (1. Buch Mose) und danach Bildbezeichnung und -titel Grieshaber.

Wie vielfach erwähnt, folgt Grieshaber nicht der westeuropäischen Schreib-weise von links nach rechts / von oben nach unten, sondern von oben nach unten, von rechts nach links. Das erste Bild steht also rechts oben im Eck, dann geht die Leiste nach unten, springt zurück nach oben und eins nach links etc. Bezeichnet habe ich jedes Bild mit der Position Leiste = Tabellen-Spalte A - F / Zeile, also F.1 = 1. Bild in der Leiste ganz rechts, oder z.B. D.5 = 4. Leiste von rechts / 5. Bild von oben.

Nachfolgend zunächst zwei Wandbilder und ein Schema, danach die 6 Leisten:

Aus dem Buch von Gerhard Zmaila:

Die Stadtkirchengemeinde hatte 1968 einen besonderen Auftrag zu vergeben: Da sich der aus der Spätgotik stammende Bau als zu groß erwiesen hatte, nachdem die Zahl der Gemeindemitglieder stark zurückgegangen war, entschloss man sich den Kirchenraum zu teilen, um zugleich einen Raum für Gemeindeveranstaltungen zu gewinnen. Diese Unterteilung sollte nicht willkürlich erfolgen. Von der Bauge-schichte war vorgegeben, dass der spätgotische Chor im 19. Jahr-hundert abgerissen und durch einen Neubau ersetzt worden war. Im Schiff der Stadtkirche wurden 1968-70 zwei Bilderzyklen aus dem 17. Jahrhundert entdeckt. Da diese lange Zeit unter dem Putz lagen und vor dem Chor jäh abbrechen, lag es nahe die Zäsur an der bauge-schichtlichen Nahtstelle zu setzen. Um den Kirchenraum dann doch auch im ursprünglichen Umfang nutzen zu können (etwa für Sonder-gottesdienste, Konzerte etc.), sollte es eine bewegliche Wand sein. (...)

Die Tafeln sind in 6 x 6 Reihen über- und nebeneinander angeordnet, d.h. sie sind von oben nach unten zu betrachten und zwar rechts oben beginnend. Damit spielt Grieshaber in der Vertikalen auf die fern-östliche Schreibweise, in der Horizontalen auf die nahöstliche (hebräisches Schriftprinzip) an - die Josefsgeschichte steht ja in den Hebräischen Schriften des Judentums. Zudem ist zu beachten, dass selbst dann, wenn man die Bilderwand in den Turm schiebt und 2 Bilderleisten stehen läßt (rechts und links), eine fortlaufende Reihe gewährleistet ist.

Alles weitere in diesem Kontext Wissenswerte, ist im Buch von Gerhard Zmaila zu finden, die Entstehungsgeschichte ausführlich auch bei:
Margarete Hannsmann, Pfauenschrei - Die Jahre mit HAP Grieshaber (S. 219 - 223) · Albrecht Knaus Verlag GmbH, München und Hamburg, 1986. ISBN 3-8135-0744-0

Besonders verwiesen sei auf den aufwändig gestalteten Bildband (ca. 36 x 29 cm) erschienen im September 1972 im verlag gerd hatje stuttgart:
hap grieshaber Jossef übertragen von martin buber
darin der gesamte Bibeltext (s. auch unten 6.5), die 36 Bildtafeln - 12 in Farbe, die andern sw (Linolschnitt) sowie einige weitere Linolschnitte. Dazu ein Nachwort des damaligen Pfarrers an St. Germanus, Karl Eßlinger zusammen mit seiner Frau Katharina, Hinweise zur Publikation von Margot Fuerst.
ISBN 3-7757-0030-7. Leider vergriffen - antiquarisch zu erwerben bzw. in Bibliotheken einsehbar.

Über die aufwändige Restaurierung der Tafeln in den Jahren 2017-2019 berichten Ursula Fuhrer und Jochen Ansel in
Heft 4/2020 Denkmalpflege in Baden-Württemberg.
Auszug (S. 1 - 9) hieraus zum Direkt-Download.

6.1 · Gesamtansichten

Bild-Schema

Wie vielfach erwähnt, folgt Grieshaber nicht der westeuropäischen Schreibweise von links oben nach rechts unten, sondern von rechts oben nach links unten. Das erste Bild steht also rechts oben im Eck, dann geht die Leiste nach unten, springt zurück nach oben und eins nach links etc.
Bezeichnet habe ich jedes Bild mit der Position Leiste (= Tabellen-Spalte).Zeile, also F.1 = 1. Bild in der Leiste ganz rechts, oder z.B. D.5 = 3. Leiste von rechts / 5. Bild von oben.

6.2 · Leisten in 3 Paaren

    • 6.20 - Leiste E

    • 6.40 Leiste C

    • 6.60 Leiste A

    • 6.10 - Leiste F

    • 6.30 - Leiste D

    • 6.50 Leiste B

6.3 · Leuchttisch

Im "Leuchttisch" können Sie sich die 36 Bilder einzeln anschauen (vor/zurück durch Klick) - die Anordnung folgt dem Grieshaber'schen Aufbau, ist also transformiert: Leiste F = Zeile 1, Leiste E = Zeile 2 etc.

6.4 · Diashow - 36 Einzelbilder

In der "Diashow" werden die 36 Bilder in gleicher Abfolge gezeigt. Bildwechsel voreingestellt auf 10", kann manuell jeweils geändert werden

 

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6.5 · Die Josefsgeschichte im Alten Testament

wird berichtet im 1. Buch Mose, in den Kapiteln 37 - 50, (wobei in diesem Abschnitt auch andere Erzählungen vorkommen).

Nachfolgend finden Sie den gesamten Text dieses Abschnitts aus der Bibel, den jeweiligen Grieshaber-Bildern zugeordnet, bzw. kursiv gekennzeichnet, wenn der Text nicht von Josef handelt. Der Text ist der - von Grieshaber favorisierten - Übersetzung von Martin Buber / Franz Rosenzweig aus dem Jahr 1928 entnommen. Quelle: Internet - ASCII-Datei

Klick in ein Bild vergrößert

1. Mose 37, 1 - 4 «» Bild F.1: Josef und seine Brüder

F.1: Josef und seine Brüder

F.1: Josef und seine Brüder

1. Jaakob siedelte im Land der Gastschaft seines Vaters, im Land Kanaan. 2. Dies sind die Zeugungen Jaakobs. Jossef, siebzehnjährig, war mit seinen Brüdern beim Weiden der Schafe, als Jungknecht mit den Söhnen Bilhas und den Söhnen Silpas, der Weiber seines Vaters. Jossef brachte ihren Ruf, einen bösen, vor ihren Vater. 3. Es liebte aber Jissrael den Jossef über alle seine Söhne, denn ein Sohn des Alters war er ihm, und er machte ihm einen knöchellangen Leibrock. 4. Als seine Brüder sahn, daß ihn ihr Vater über all seine Brüder liebte, haßten sie ihn, und sie vermochten nicht, ihn zum Frieden anzureden.

1. Mose 37, 5 - 8 «» Bild F.2: Garbentraum

F.2: Garbentraum

F.2: Garbentraum

5. Jossef träumte einen Traum und vermeldete ihn seinen Brüdern - seitdem haßten sie ihn noch mehr - , 6. er sprach zu ihnen: Hört doch diesen Traum, den ich träumte: 7. da, wir binden Garbenbündel inmitten des Felds, und da, meine Garbe richtet sich auf und steht auch schon, und da, eure Garben umringen sie und neigen sich vor meiner Garbe. 8. Seine Brüder sprachen zu ihm: König sein möchtest gar, König über uns oder walten gern, walten du bei uns? Seitdem haßten sie ihn noch mehr, für seine Träume, für seine Reden.

1. Mose 37, 9 - 11 «» Bild F.3: Sonnen- und Mondtraum

F.3: Sonnen- und Mondtraum

F.3: Sonnen- und Mondtraum

9. Er aber träumte nochmals, einen andern Traum, und erzählte ihn seinen Brüdern. Er sprach: Da, noch einen Traum habe ich geträumt: da, die Sonne und der Mond und elf Sterne neigen sich vor mir. 10. Als ers seinem Vater und seinen Brüdern erzählte, schalt sein Vater ihn und sprach zu ihm: Was ist das für ein Traum, den du geträumt hast! kommen sollen wir, ich, deine Mutter und deine Brüder kommen, 11. uns vor dir zur Erde zu neigen?! Seither neideten ihn seine Brüder. Aber sein Vater bewahrte die Rede.

1. Mose 37, 12 - 25 «» Bild F.4: Gefangennahme Josefs

F.4: Gefangennahme Josefs

F.4: Gefangennahme Josefs

12. Seine Brüder gingen, die Schafe ihres Vaters in Sichem zu weiden. 13. Jissrael sprach zu Jossef: Weiden nicht deine Brüder in Sichem? auf, ich will dich zu ihnen schicken. Er sprach zu ihm: Da bin ich.. 14. Er aber sprach zu ihm: Geh doch, sieh nach dem Wohl deiner Brüder und nach dem Wohl der Schafe und erstatte mir Rede. So schickte er ihn aus dem Tal von Hebron, und er kam nach Sichem. 15. Ein Mann fand ihn, da er auf dem Feld umirrte, und der Mann fragte ihn, sprechend: 16. Was suchst du? Er sprach: Meine Brüder suche ich, melde mir doch, wo hier sie weiden. 17. Der Mann sprach: Aufgebrochen sind sie von hinnen, denn ich hörte sie sprechen: Wir wollen nach Dotan gehn. Jossef ging seinen Brüdern nach und fand sie in Dotan. 18. Sie sahen ihn von fern, und ehe er sich ihnen näherte, ränkelten sie wider ihn, ihn zu töten. 19. Sie sprachen einer zum andern: Ach, da kommt ja jener Meister der Träume daher! 20. und nun, auf, bringen wir ihn um und werfen wir ihn in eins der Wasserlöcher und sprechen: Ein böses Tier hat ihn gefressen! Dann laßt uns sehn, was aus seinen Träumen wird! 21. Ruben hörte es und wollte ihn aus ihrer Hand retten, er sprach: Wir wollen ihn nicht am Leben schlagen. 22. Ruben sprach zu ihnen: Nimmer sollt Blut ihr vergießen! werft ihn in dieses Loch in der Wüste, aber legt nicht Hand an ihn! - damit er ihn aus ihrer Hand rette, ihn zu seinem Vater zurückzuführen.. 23. Es geschah, als Jossef zu seinen Brüdern kam: sie streiften Jossef seinen Leibrock ab, den knöchellangen Leibrock, den er anhatte, 24. und nahmen ihn und warfen ihn ins Loch; das Loch aber war leer, kein Wasser drin. 25. Und sie setzten sich, das Brot zu essen. Sie hoben ihre Augen und sahn: da kam ein Warenzug von Jischmaelitern einher, aus Gilad, ihre Kamele Tragant, Mastix und Ladanharz tragend, auf dem Gang, es hinab nach Ägypten zu führen.

1. Mose 37, 25 - 28 «» Bild F.5: Verkauf an die Midianiter

F.5: Verkauf an die Midianiter

F.5: Verkauf an die Midianiter

25. Und sie setzten sich, das Brot zu essen. Sie hoben ihre Augen und sahn: da kam ein Warenzug von Jischmaelitern einher, aus Gilad, ihre Kamele Tragant, Mastix und Ladanharz tragend, auf dem Gang, es hinab nach Ägypten zu führen. 26. Jehuda sprach zu seinen Brüdern: Was ists für ein Gewinn, wenn wir unsern Bruder umbringen und sein Blut verhüllen? 27. Auf, verkaufen wir ihn den Jischmaelitern, aber unsre Hand sei nicht an ihm, denn unser Bruder ist er, unser Fleisch! Und seine Brüder hörten zu. 28. Derweil schritten Männer vorbei, Händler aus Midjan. Sie holten Jossef aus dem Loch herauf, und sie verkauften Jossef an die Jischmaeliter um zwanzig Silberstücke. Die aber ließen Jossef mitkommen nach Ägypten.

1. Mose 37, 31 - 36 «» Bild F.6: Jakob und der Leibrock

 F.6: Jakob und der Leibrock

F.6: Jakob und der Leibrock

29. Ruben kehrte ans Wasserloch zurück, da: Jossef war nicht mehr in dem Loch! Er zerriß seine Gewänder 30. und kehrte zu seinen Brüdern und sprach: Das Kind ist nicht da! und ich, ach wo komme ich hin!

31. Sie nahmen den Leibrock Jossefs, sie metzten einen Ziegenbock und tauchten den Leibrock ins Blut. 32. Sie schickten den knöchel-langen Leibrock fort,daß man damit zu ihrem Vater komme und spreche: Dies haben wir gefunden, betrachte doch, ob es deines Sohns Leibrock ist oder nicht. 33. Er betrachtete ihn und sprach: Meines Sohns Leibrock! ein böses Tier hat ihn gefressen, zerfleischt, zerfleischt ist Jossef! 34. Jaakob zerriß seine Gewänder, er legte das Sackleinen um seine Hüften und trauerte um seinen Sohn viele Tage. 35. All seine Söhne und all seine Töchter standen auf, ihn zu trösten, er aber weigerte, sich trösten zu lassen. Er sprach: Nein, hinabfahren will ich zu meinem Sohn, trauernd, ins Gruftreich! So weinte sein Vater um ihn. 36. Die Midjaniter aber hatten ihn nach Ägypten hin verkauft, dem Potifar, einem Höfling Pharaos, dem Obersten der Palastwache.

1. Mose 38: Juda und Tamar

nicht in der Grieshaber-Wand - Text zum Download

1. Mose 39, 1 - 6a «» Bild E.1: Sklave als Majordomus

E.1: Sklave als Majordomus

E.1: Sklave als Majordomus

1. Als Jossef nach Ägypten hinabgebracht wurde, erwarb ihn Potifar, ein Höfling Pharaos, der Oberste der Palastwache, ein ägyptischer Mann, aus der Hand der Jischmaeliter, die ihn dorthin gebracht hatten. 2. Und ER war mit Jossef, daß er ein Mann des Gelingens wurde. Wie er im Haus seines Herrn, des Ägypters, blieb, 3. sah sein Herr, daß ER mit ihm ist und alles, was er zu tun hat, ER in seiner Hand gelingen läßt. 4. Gunst fand Jossef in seinen Augen, er durfte ihm aufwarten. Dann verordnete er ihn über sein Haus, und alles ihm Angehörige gab er in seine Hand. 5. Und von da an, seit er ihn über sein Haus und über alles das ihm gehörte verordnet hatte, segnete ER Jossefs halber das Haus des Ägypters, Segen von IHM war auf allem, das ihm gehörte, in Haus und Feld. 6. So überließ er alles, was sein war, in Jossefs Hand und machte sich neben ihm um gar nichts mehr zu wissen als um das Brot, das er aß.

1. Mose 39, 6b - 12 «» Bild E.2: Josef und Frau Potiphar

 E.2: Josef und Frau Potiphar

E.2: Josef und Frau Potiphar

6. Jossef aber wurde schön von Gestalt und schön von Angesicht.. 7. Es geschah nach diesen Begebnissen, das Weib seines Herrn schlug ihre Augen zu Jossef auf und sprach: Liege bei mir! 8. Er aber weigerte sich, er sprach zum Weib seines Herrn: Da, mein Herr macht sich neben mir um nichts mehr zu wissen, was im Haus ist, alles, was ihm gehört, hat er in meine Hand gegeben, 9. er selber ist in diesem Haus nicht größer als ich, gar nichts hat er mir vorenthalten als dich allein, dieweil du sein Weib bist. Wie sollte ich nun dieses große Übel tun! an Gott würde ich sündigen! 10. Es geschah aber, da sie Tag um Tag Jossef anredete, er aber hörte nicht auf sie, bei ihr zu liegen, mit ihr zu sein - 11. es geschah an einem solchen Tag, er kam ins Haus, seine Arbeit zu tun, und keiner von den Hausleuten war dort im Haus, - 12. sie faßte ihn an seinem Gewand, sprechend: Liege bei mir! Er aber ließ sein Gewand in ihrer Hand und floh, entsprang ins Freie.

1. Mose 39, 13 - 20a «» Bild E.3: Josef, Königsgefangener

E.3: Josef, Königsgefangener

E.3: Josef, Königsgefangener

13. Es geschah, wie sie sah, daß er sein Gewand in ihrer Hand gelassen hatte und war ins Freie entflohn, - 14. sie rief ihre Hausleute herbei und sprach zu ihnen, sprach: Seht! einen ebräischen Mann hat er uns herkommen lassen, daß er sein Spiel mit uns treibe! zu mir ist er gekommen und wollte bei mir liegen, ich aber rief mit lauter Stimme, 15. und es geschah, wie er hörte, daß ich meine Stimme erhebe und rufe: er ließ sein Gewand neben mir und floh, entsprang ins Freie. 16. Und sie legte sein Gewand neben sich, bis sein Herr nach Hause käme. 17. Dieser Rede gleich redete sie zu ihm, sprach: Der ebräische Knecht, den du uns hast herkommen lassen, der kam zu mir und wollte sein Spiel mit mir treiben, 18. es geschah aber, wie ich meine Stimme erhob und rief: er ließ sein Gewand neben mir und floh ins Freie. 19. Es geschah, als sein Herr die Rede seines Weibes hörte, die sie zu ihm redete, sprechend: Dieser Rede gleich hat dein Knecht mir getan - sein Zorn entflammte, 20. der Herr Jossefs nahm ihn und übergab ihn in das Zwingerhaus, den Ort, wo die Königsgefangnen gefangen sind. Er blieb dort im Zwinger.

1. Mose 39, 21 - 40, 15 «» Bild E.4: Traum des Mundschenken

E.4: Traum des Mundschenken

E.4: Traum des Mundschenken

21. Aber ER war mit Jossef und neigte ihm Huld zu, er gab ihm Gunst in den Augen des Zwingervogts. 22. Der Zwingervogt gab in Jossefs Hand alle Gefangnen die im Zwinger waren, alles was man dort zu tun hatte, er wars der es tat. 23. Der Zwingervogt sah nach ganz und gar nichts in seiner Hand, weil ER mit ihm war und, was er tat, ER gelingen ließ.

1. Nach diesen Begebnissen geschah, der Schenk des Königs von Ägypten und der Bäcker versündigten sich gegen ihren Herrn, den König von Ägypten, 2. Pharao ergrimmte über seine zwei Höflinge, über den Obersten der Schenken und über den Obersten der Bäcker, 3. und gab sie in Gewahrsam ins Haus des Obersten der Palastwache, in das Zwingerhaus, den Ort, wo Jossef gefangen war. 4. Der Oberste der Palastwache aber ordnete ihnen Jossef bei, daß er ihnen aufwarte. Sie blieben manche Tage in Gewahrsam. 5. Und sie träumten, beide, einen Traum, jeder seinen Traum, in einer einzigen Nacht, jeder nach der Bedeutung seines Traums, der Schenk und der Bäcker des Königs von Ägypten, die im Zwingerhaus gefangen waren. 6. Am Morgen kam Jossef zu ihnen und sah sie an, da, verdrossen waren sie. 7. Er fragte die Höflinge Pharaos, die mit ihm in Gewahrsam im Haus seines Herrn waren, sprechend: Weshalb ist euer Antlitz heuttags so übel? 8. Sie sprachen zu ihm: Einen Traum haben wir geträumt, und keiner ist, der ihn deute. Jossef sprach zu ihnen: Sind Deutungen nicht Gottes? erzählt mir doch! 9. Der Oberste der Schenken erzählte Jossef seinen Traum, er sprach zu ihm: In meinem Traum - da, ein Weinstock vor mir, 10. und am Weinstock drei Ranken, und wie er ausschlägt, stieg schon die Blüte, schon reiften seine Trauben Beeren, - 11. und in meiner Hand Pharaos Becher, da nehme ich die Beeren und presse sie in Pharaos Becher und gebe den Becher in Pharaos Faust. 12. Jossef sprach zu ihm: Dies ist seine Deutung: Die drei Ranken sind drei Tage - 13. drei Tage noch, dann erhöht Pharao dein Haupt, er läßt dich wieder in deine Bestallung kehren und du gibst Pharaos Becher ihm zuhand nach der frühern Gerechtsame, als du sein Schenke warst. 14. Mögest du dich denn mein erinnern, wenn dirs gut geht, o tue Huld an mir und erinnre mich dem Pharao, und führe mich aus diesem Haus. 15. Gestohlen nämlich, gestohlen bin ich aus dem Land der Ebräer, und auch hier habe ich gar nichts getan, daß sie mich ins Loch gesteckt haben.

1. Mose 40, 16 - 19 «» Bild E.5: Traum des Hofbäckers

E.5: Traum des Hofbäckers

E.5: Traum des Hofbäckers

16. Als der Oberste der Bäcker sah, daß er zum Guten gedeutet hatte, sprach er zu Jossef: Auch ich in meinem Traum - da, drei Körbe Weißbrots auf meinem Kopf, 17. und im obersten Korb allerhand Eßware für Pharao, Backwerk, und das Vogelvolk frißts aus dem Korb von meinem Kopf hinweg. 18. Jossef antwortete, er sprach: Dies ist seine Deutung: Die drei Körbe sind drei Tage - 19. drei Tage noch, dann erhöht Pharao dein Haupt über dich hinweg, er hängt dich ans Holz, und das Vogelvolk frißt dein Fleisch von dir hinweg.

1. Mose 40, 20 - 23 «» Bild E.6: Ende der Träume

E.6: Ende der Träume

E.6: Ende der Träume

20. Und es geschah am dritten Tag, dem Geburtstag Pharaos, er machte ein Trinkmahl für all seine Diener, und erhöhte das Haupt des Obersten der Schenken und das Haupt des Obersten der Bäcker inmitten seiner Diener: 21. den Obersten der Schenken ließ er wieder in sein Schenkenamt kehren, daß den Becher er gab in Pharaos Faust, 22. und den Obersten der Bäcker hängte er, wie Jossef ihnen gedeutet hatte. 23. Doch der Oberste der Schenken erinnerte sich Jossefs nicht, er vergaß ihn.

1. Mose 41, 1 - 36 «» Bild D.1: Traum des Pharao: Die fetten Kühe

D.1: Traum des Pharao: Die fetten Kühe

D.1: Traum des Pharao: Die fetten Kühe

1. Nach Verlauf zweier Jahre geschah, daß Pharao träumte: Da, er steht an dem Fluß, 2. und da, aus dem Fluß steigend sieben Kühe, schön von Aussehn und fett von Fleisch, und sie weideten im Ried, 3. und da, ihnen nach aus dem Fluß steigend sieben andre Kühe, übel von Aussehen und mager von Fleisch, und sie standen neben den Kühen am Ufer des Flusses, 4. und die von Aussehn übeln und von Fleisch magern Kühe fraßen die sieben von Aussehn schönen, die fetten Kühe. Pharao erwachte.. 5. Er schlief ein und träumte zum zweitenmal: Da, an einem einzigen Halm steigend sieben Ähren, fett und gut, 6. und da, ihnen nachschießend sieben Ähren, mager und vom Ostwind versengt, 7. und die mageren Ähren verschlangen die sieben fetten und vollen Ähren. Pharao erwachte, da: es war ein Traum. 8. Am Morgen aber geschahs, daß sein Geist aufgerührt war. Er sandte und ließ alle Magier Ägyptens und all seine Weisen rufen. Pharao erzählte ihnen seinen Traum, aber keiner konnte sie dem Pharao deuten. 9. Nun redete der Oberste der Schenken zu Pharao, sprechend: Meine Sünden muß ich heute erinnern: 10. Pharao war ergrimmt über seine Knechte und gab mich in Gewahrsam ins Haus des Obersten der Palastwache, mich und den Obersten der Bäcker. 11. Wir träumten einen Traum, in einer einzigen Nacht, ich und er, jeder nach der Bedeutung seines Traums träumten wir. 12. Und dort war mit uns ein ebräischer Jüngling, Knecht des Obersten der Palastswache, dem erzählten wirs und er deutete uns unsre Träume, jedem nach seinem Traum deutete er. 13. Und es geschah: wie er uns deutete, so ists geschehn, mich hat man wieder in meine Bestallung kehren lassen, und jenen hat man gehängt. 14. Pharao sandte und ließ Jossef rufen. Schleunig holten sie ihn aus dem Loch, er schor sich, wechselte seine Gewänder und kam zu Pharao. 15. Pharao sprach zu Jossef: Ich habe einen Traum geträumt, und keiner ist, der ihn deute. Ich aber, ich habe von dir sprechen gehört, du brauchest einen Traum nur zu hören, um ihn zu deuten. 16. Jossef antwortete Pharao, sprechend: Ohne mich! Gott möge antworten, was zu Pharaos Frieden ist. 17. Pharao redete zu Jossef: In meinem Traum - da, ich stehe am Ufer des Flusses, 18. und da, aus dem Fluß steigend sieben Kühe, fett von Fleisch und schön von Gestalt, und sie weideten im Ried, 19. und da, ihnen nachsteigend sieben andre Kühe, elend und sehr übel von Gestalt und hager von Fleisch, in allem Land Ägypten habe ich nie ihresgleichen an Übelbeschaffenheit gesehn, 20. und die sieben hagern und übeln Kühe fraßen die sieben ersten, die fetten Kühe, 21. die kamen in ihren Leib, aber daß sie in ihren Leib gekommen waren, nicht wars zu erkennen: ihr Aussehn war übel wie zu Beginn. Und ich erwachte. 22. Und wieder sah ich in meinem Traum: da, an einem Halm steigend sieben Ähren, voll und gut, 23. und da, ihnen nachschießend sieben Ähren, hart, mager, vom Ostwind versengt, 24. und die sieben magern Ähren verschlangen die sieben guten Ähren. Ich habe mit den Magiern gesprochen, aber keiner kann mir etwas ermelden. 25. Jossef sprach zu Pharao: Pharaos Traum ist eins. Was Gott tun will, hat er Pharao gemeldet. 26. Die sieben guten Kühe sind sieben Jahre und die sieben guten Ähren sind sieben Jahre - ein einziger Traum ists. 27. Und die sieben hagern und übeln Kühe, die ihnen nachgestiegen sind, sind sieben Jahre, und die sieben hohlen, vom Ostwind versengten Ähren: sieben Jahre des Hungers werden es sein. 28. Das ist die Rede, die ich zu Pharao geredet habe: was Gott tun will, hat er Pharao sehen lassen. 29. Da: sieben Jahre kommen, große Sättigung in allem Land Ägypten, 30. und nach ihnen erstehen sieben Jahre des Hungers, vergessen wird all die Sättigung im Land Ägypten, so zehrt der Hunger das Land all auf, 31. und nicht ist zu erkennen, daß Sättigung im Land war, wegen jenes Hungers hernach, denn er ist sehr schwer. 32. Und daß der Traum sich Pharao doppelte, zu zwei Malen, meint: festgegründet ist die Sache bei Gott, und Gott eilt, sie zu tun. 33. Jetzt aber ersehe Pharao sich einen Mann, verständig und weise, den setze er über das Land Ägypten! 34. Pharao tue dies, daß er Verordnete über das Land ordne und wappne das Land Ägypten in den sieben Jahren der Sättigung. 35. Häufen sollen sie allerart Eßvorrat dieser kommenden guten Jahre, Korn speichern unter Pharaos Hand in den Städten als Eßvorrat und verwahren. 36. So sei der Eßvorrat ein Sparverordnetes dem Land auf die sieben Jahre des Hungers, die im Land Ägypten sein werden, daß das Land nicht gerodet werde vom Hunger.

1. Mose 41, 1 - 36 «» Bild D.2: Traum des Pharao: Die mageren Kühe

D.2: Traum des Pharao: Die mageren Kühe

D.2: Traum des Pharao: Die mageren Kühe

siehe oben

1. Mose 41, 1 - 36 «» Bild D.3: Ende der Träume des Pharao

D.3: Ende der Träume des Pharao

D.3: Ende der Träume des Pharao

siehe oben

1. Mose 41, 37 - 46 «» Bild D.4: Josef, Statthalter

D.4: Josef, Statthalter

D.4: Josef, Statthalter

37. Gut erschien die Rede in den Augen Pharaos und in den Augen all seiner Diener. 38. Pharao sprach zu seinen Dienern: Könnten wir noch einen finden wie dieser, einen Mann, in dem Geist eines Gottes ist? 39. Pharao sprach zu Jossef: Nachdem ein Gott dich dies alles hat erkennen lassen, ist keiner verständig und weise wie du, 40. du also sollst über meinem Haus sein, auf deines Munds Geheiß soll all mein Volk sich rüsten, nur um den Thron will ich größer sein als du. 41. Pharao sprach zu Jossef: Sieh, ich gebe dich über alles Land Ägypten. 42. Pharao streifte seinen Siegelring von seiner Hand und gab ihn an die Hand Jossefs, er kleidete ihn in Linnengewänder und legte die goldene Kette um seinen Hals, 43. er ließ ihn fahren in seinem Zweitgefährt und vor ihm ausrufen: »Abrek«, Achtung! - er gab ihn über alles Land Ägypten. 44. Pharao sprach zu Jossef: Ich bin Pharao, aber ohne dich hebe niemand seine Hand und seinen Fuß in allem Land Ägypten. 45. Pharao rief den Namen Jossefs »Zofnat Paneach«, er sprichts zu, und man lebt auf. Er gab ihm Assnat, Tochter des Poti Fera, Priesters von On, zum Weibe. 46. Jossef zog aus über das Land Ägypten. Jossef aber war dreißig Jahre, als er vor dem Antlitz Pharaos, des Königs von Ägypten stand. Von Pharaos Antlitz zog Jossef aus und durchquerte alles Land Ägypten.

1. Mose 41, 53 - 57 «» Bild D.5: Josef verkauft Korn

D.5: Josef verkauft Korn

D.5: Josef verkauft Korn

47. In den sieben Jahren der Sättigung trug das Land zum Zugreifen. 48. Er häufte allerart Eßvorrat der sieben Jahre, die im Land Ägypten waren, und gab Eßvorrat in die Städte, den Eßvorrat vom Feld einer Stadt, das rings um sie war, tat er in die. 49. Jossef speicherte Korn wie Sand des Meeres, sehr viel, bis man aufhören mußte zu zählen, denn es war unzählbar. 50. Zwei Söhne wurden Jossef geboren, eh das Jahr des Hungers kam, die ihm Assnat gebar, Tochter des Poti Fera, Priesters von On. 51. Jossef rief den Namen des Erstlings: Mnasche, Der entsinken läßt - denn: Entsinken ließ mir Gott all meinen Harm, all mein Vaterhaus. 52. Und den Namen des zweiten rief er: Efrajim, Zwiefrucht, denn: Fruchten machte mich Gott im Land meiner Bedrückung.

53. Zu Ende gingen die sieben Jahre der Sättigung, die im Land Ägypten war, 54. zu kommen anfingen die sieben Jahre des Hungers, wie Jossef gesprochen hatte. Hunger war in allen Ländern, aber in allem Land Ägypten war Brot. 55. Als nun alles Land Ägypten hungerte und das Volk zu Pharao um Brot schrie, sprach Pharao zu allem Ägypten: Geht zu Jossef, was er euch zuspricht tut. 56. Der Hunger war überall auf der Fläche des Erdlands. Jossef öffnete alles, worin etwas war, und hielt Markt für Ägypten. Und stärker wurde der Hunger im Land Ägypten. 57. Und aus allem Erdland kamen sie nach Ägypten zumarkte, zu Jossef, denn stark war der Hunger in allem Erdland.

1. Mose 42, 1 - 5 «» Bild D.6: Reise der Brüder nach Ägypten

D.6: Reise der Brüder nach Ägypten

D.6: Reise der Brüder nach Ägypten

1. Als Jaakob sah, daß Markt in Ägypten war, sprach Jaakob zu seinen Söhnen: Warum seht ihr einander an? 2. Und er sprach: Da habe ich gehört, daß Markt in Ägypten ist - zieht dort hinab und ermarktet von dort für uns, daß wir am Leben bleiben und nicht sterben. 3. Jossefs Brüder zogen hinab, ihrer zehn, Korn aus Ägypten zu ermarkten. 4. Den Binjamin aber, Jossefs Vollbruder, schickte Jaakob nicht mit seinen Brüdern, denn er sprach: Es könnte sonst ein Leides ihn treffen! 5. Jissraels Söhne kamen zumarkt inmitten der Gekommnen, denn der Hunger war im Lande Kanaan.

1. Mose 42, 6 - 24 «» Bild C.1: Fußfall der Brüder vor Josef

C.1: Fußfall der Brüder vor Josef

C.1: Fußfall der Brüder vor Josef

6. Jossef aber war der Machthaber über das Land, er wars der Markt hielt für alles Volk des Landes. Jossefs Brüder kamen und neigten sich vor ihm, Stirn zur Erde. 7. Jossef sah seine Brüder und kannte sie, aber er stellte sich unbekannt gegen sie und redete hart mit ihnen. Er sprach zu ihnen: Woher seid ihr gekommen? Sie sprachen: Aus dem Lande Kanaan, Eßware zu ermarkten. 8. Aber ob schon Jossef seine Brüder kannte, sie kannten ihn nicht. 9. Und Jossef gedachte der Träume, die er von ihnen geträumt hatte. Er sprach zu ihnen: Späher seid ihr! die Blöße des Landes zu sichten seid ihr gekommen! 10. Sie sprachen zu ihm: Nein, mein Herr! Deine Knechte sind gekommen, Eßware zu ermarkten. 11. Wir alle sind Söhne Eines Mannes, rechtschaffen sind wir, nie sind deine Knechte Späher gewesen. 12. Er aber sprach zu ihnen: Nein! sondern ihr seid gekommen die Blöße des Landes zu sichten! 13. Sie sprachen: Deiner Knechte sind zwölf, Brüder sind wir, Söhne Eines Mannes, im Lande Kanaan, so nämlich: der Jüngste ist bei unserm Vater heute, und einer ist nicht mehr da. 14. Jossef sprach zu ihnen: Das ists, was ich zu euch geredet habe, sprechend: Späher seid ihr. 15. Daran sollt ihr erprobt werden: Beim Leben Pharaos! ob je ihr von hinnen sollt, es sei denn, euer jüngster Bruder kommt her! 16. Schickt von euch einen, daß er euren Bruder herhole. ihr aber bleibt gefangen. Erprobt sollen eure Reden werden, ob Vertrauen mit euch sein darf - und wenn nicht: beim Leben Pharaos, Späher seid ihr. 17. Er ließ sie mitsammen drei Tage in Gewahrsam halten. 18. Am dritten Tag sprach Jossef zu ihnen: Seid dies zu tun bereit, so bleibt ihr am Leben, denn Gottes bin ich fürchtig: 19. seid ihr rechtschaffen, sitze von euch Brüdern einer im Haus eures Gewahrsams gefangen, ihr aber geht, bringt Marktgetreide für den Hungerbedarf eurer Häuser, 20. und dann sollt ihr euren jüngsten Bruder zu mir bringen, daß eure Worte sich getreu erzeigen und ihr nicht sterben müßt. Sie waren bereit so zu tun. 21. Aber sie sprachen einer zum andern: Dennoch, schuldig sind wir: an unserem Bruder! wir sahen die Drangsal seiner Seele, wie er uns anflehte, und wir hörten nicht! darum ist diese Drangsal an uns gekommen! 22. Ruben antwortete ihnen, sprechend: Sprach ich nicht zu euch, sprach: Versündigt euch nimmer an dem Kind! ihr aber habt nicht gehört - sein Blut, da, nun wirds heimgefordert! 23. Sie wußten nicht, daß Jossef hinhörte, denn der Dolmetsch war zwischen ihnen. 24. Er aber wandte sich von ihnen und weinte. Dann kehrte er sich wieder zu ihnen und redete zu ihnen und ließ Schimon von ihnen nehmen und ihn vor ihren Augen gefangensetzen.

1. Mose 42, 27 - 38 «» Bild C.2: Der Kaufpreis in den Säcken

C.2: Der Kaufpreis in den Säcken

C.2: Der Kaufpreis in den Säcken

25. Jossef gebot, daß man ihr Zeug mit Korn fülle und ihr Silber jedem in seinen Sack zurücklege und ihnen Zehrung auf den Weg gebe. Man tat ihnen so. 26. Sie trugen ihr Marktgetreide auf ihre Esel und gingen von dannen.
27. Als aber der eine seinen Sack öffnete, um in der Herberge seinem Esel Futter zu geben, sah er sein Silber: da wars, an der Mündung seines Ranzens. 28. Er sprach zu seinen Brüdern: Mein Silber ist zurückgeraten, da ists gar in meinem Ranzen!Ihr Herz entwich, sie erbebten einander zu, sprechend: Was hat uns Gott da getan! 29. Sie kamen zu ihrem Vater Jaakob ins Land Kanaan und meldeten ihm alles, was sie betroffen hatte, sprechend: 30. Hart hat mit uns der Mann geredet, der Herr des Landes, er gab uns für Späher im Land aus. 31. Wir sprachen zu ihm: Wir sind rechtschaffen, nie sind wir Späher gewesen, 32. zwölf sind wir, Brüder, Söhne unsres Vaters, einer ist nicht mehr da, der Jüngste ist bei unserm Vater im Lande Kanaan heute.. 33. Aber der Mann, der Herr des Landes, sprach zu uns: Daraus werde ich wissen, ob ihr rechtschaffen seid: von euch Brüdern einen hinterlasset bei mir, den Hungerbedarf eurer Häuser nehmt und geht, 34. und euren jüngsten Bruder bringet mir, dann werde ich wissen, daß ihr nicht Späher seid, daß ihr rechtschaffen seid, euren Bruder gebe ich euch, und ihr mögt das Land bereisen. 35. Es geschah aber, wie sie ihre Säcke leerten: da war eines jeden Silberbündel in seinem Sack. Sie sahen ihre Silberbündel an, sie und ihr Vater, und erschraken. 36. Jaakob, ihr Vater, sprach zu ihnen: Ihr verwaist mich! Jossef ist nicht mehr da, Schimon ist nicht da, nun wollt ihr Binjamin nehmen - auf mich gerät das alles! 37. Ruben sprach zu seinem Vater, sprach: Meine beiden Söhne töte, lasse ich dir ihn nicht wiederkommen, gib ihn an meine Hand, und ich, ich bringe dir ihn zurück! 38. Er aber sprach: Nicht soll mein Sohn mit euch hinab! sein Bruder ist ja tot, er allein ist überblieben - träfe ein Leides ihn auf dem Weg, den ihr geht, ihr ließet mein Grauhaar im Jammer zum Gruftreich hinabfahren.

1. Mose 43, 1 - 14 «» Bild C.3: Jakob segnet Benjamin und die Brüder

C.3: Jakob segnet Benjamin und die Brüder

C.3: Jakob segnet Benjamin und die Brüder

1. Aber der Hunger war schwer im Land. 2. Als sie dann das aus Ägypten gebrachte Marktgetreide aufgegessen hatten, sprach ihr Vater zu ihnen: Kehrt zurück, ermarktet für uns ein wenig Eßware. 3. Jehuda sprach zu ihm, sprach: Verwarnt hat uns der Mann, verwarnt, sprechend: Nicht sollt ihr mein Antlitz sehn, euer Bruder sei denn mit euch. 4. Bist du willens unsern Bruder mit uns zu schicken, ziehen wir hinab und ermarkten Eßware dir. 5. Bist du aber nicht willens ihn zu schicken, ziehen wir nicht hinab, denn der Mann sprach zu uns: Nicht sollt ihr mein Antlitz sehn, euer Bruder sei denn mit euch. 6. Jissrael sprach: Warum habt ihr mir so übelgetan, dem Mann zu melden, daß ihr noch einen Bruder habt? 7. Sie sprachen: Gefragt hat der Mann, Fragen nach uns und nach unsrer Verwandtschaft, sprechend: Lebt noch euer Vater? habt ihr einen Bruder? Wir meldetens ihm, nach dem Geheiß dieser Reden. Konnten wir wissen denn, wissen, daß er sprechen würde: Holt euren Bruder herab!? 8. Jehuda sprach zu Jissrael seinem Vater: Schick nur den Knaben mit mir, und wir machen uns auf und gehn und dürfen leben und müssen nicht sterben, so wir, so du, so unsre Kleinen! 9. Ich selber will bürgen für ihn, von meiner Hand heische ihn! lasse ich ihn nicht heimkommen dir, stelle ihn nicht vor dich, gesündigt habe ich dir alle Tage! 10. Ja, hätten wir nicht gezögert, wir wären ja jetzt schon zweimal zurück. 11. Jissrael, ihr Vater, sprach zu ihnen: Muß es denn also sein, tut dies: nehmt in euer Zeug von dem Preis des Landes und tragts dem Mann als Spende hinab: etwas Mastix, etwas Honig, Tragant und Ladanharz, Pistazien und Mandeln. 12. Und Silber zwiefältig nehmt in eure Hand: das an die Mündung eurer Ranzen zurückgeratne Silber bringt in eurer Hand wieder zurück, vielleicht war es ein Irrtum. 13. Und euren Bruder nehmt. Macht euch nun auf, kehrt wieder zurück zu dem Mann! 14. Der Gewaltige Gott gebe euch Erbarmen vor dem Mann, daß er euch freischicke euren andern Bruder und dazu Binjamin! Ich aber - wie ich verwaisen soll, muß ich verwaisen!

1. Mose 43, 15 - 34 «» Bild C.4: Josefs Mahl mit den Brüdern

C.4: Josefs Mahl mit den Brüdern

C.4: Josefs Mahl mit den Brüdern

15. Die Männer nahmen diese Spende, und Zwiefältiges an Silber nahmen sie in ihre Hand und Binjamin und machten sich auf und zogen nach Ägypten hinab und standen hin vor Jossef. 16. Jossef sah Binjamin bei ihnen, und sprach zu seinem Hauswart: Laß die Männer ins Haus kommen, schlachte Schlachtvieh und richts her, denn bei mir sollen die Männer zu Mittag essen. 17. Der Mann tat, wie Jossef gesprochen hatte, er ließ die Männer in Jossefs Haus kommen. 18. Aber die Männer fürchteten sich, weil man sie in Jossefs Haus kommen ließ, und sprachen: Wegen des Silbers, das beim vorigen Maleachi in unsre Ranzen zurückgeriet, läßt man uns herkommen, daß man sich über uns wälze, über uns stürze und in Knechtschaft uns nehme samt unsern Eseln. 19. Sie traten zu dem Mann, Jossefs Hauswart, und redeten zu ihm am Einlaß des Hauses, 20. sie sprachen: Ach, mein Herr! herabgezogen waren wir ein voriges Mal, zumarkt um Eßware gezogen, 21. und wie wir dann in die Herberge kamen und öffneten unsre Ranzen, da war eines jeden Silber an der Mündung seines Ranzens, unser Silber nach seinem Gewicht, - nun erstatten wirs mit unsern Händen zurück; 22. auch andres Silber haben wir in unsrer Hand mit herabgenommen, Eßwaren zu ermarkten; wir wissen nicht, wer unser Silber in unsre Ranzen gelegt hat. 23. Er sprach: Frieden euch, fürchtet euch nimmer! euer Gott, der Gott eures Vaters, hat euch einen Hort in eure Ranzen gegeben, euer Silber ist an mich gekommen. Er brachte ihnen Schimon heraus. 24. Dann ließ der Mann die Männer in Jossefs Haus kommen, und gab Wasser, daß sie die Füße sich badeten, und gab ihren Eseln Futter. 25. Sie richteten die Spende her, bis Jossef am Mittag käme, denn sie hatten gehört, daß sie dort das Brot essen sollten. 26. Als Jossef nach Hause kam, kamen sie zu ihm mit der Spende, die sie in Händen hatten, ins Haus, und neigten sich vor ihm zur Erde. 27. Er fragte nach ihrem Wohl und sprach: Ist euer alter Vater wohlauf, von dem ihr sprachet? lebt er noch? 28. Sie sprachen: Wohlauf ist dein Knecht, unser Vater, er lebt noch - und bückten und verneigten sich. 29. Er hob seine Augen und sah Binjamin, seinen Bruder, den Sohn seiner Mutter, und er sprach: Ist das euer jüngster Bruder, von dem ihr zu mir spracht? und sprach: Gott sei dir hold, mein Sohn! 30. Und eilig - denn sein Eingeweide glühte seinem Bruder zu, er mußte weinen - kam Jossef in die Kammer und weinte dort. 31. Dann badete er sein Antlitz, trat hervor, bezähmte sich und sprach: Tragt das Brot auf! 32. Man trug auf, ihm besonders und ihnen besonders und den Ägyptern, die mit ihm aßen, besonders. Denn die Ägypter können nicht mit den Ebräern zusammen das Brot essen, das ist für Ägypter ein Greuel. 33. Sie saßen aber vor ihm, der Erstling nach seinem Erstlingtum und der Spätling nach seinem Spätlingtum, und die Männer staunten darob einander an. 34. Er ließ Gänge von sich aus zu ihnen hinübergehn, Binjamins Gang aber war fünffach größer als ihrer aller Gänge. Dann tranken sie mit ihm und berauschten sich.

1. Mose 44, 1 - 13 «» Bild C.5: Auffindung des Silberbechers

C.5: Auffindung des Silberbechers

C.5: Auffindung des Silberbechers

1. Er aber gebot seinem Hauswart, sprechend: Fülle die Ranzen dieser Männer mit Eßware, soviel sie nur tragen können, und lege das Silber eines jeden an die Mündung seines Ranzens, 2. und meinen Kelch, den Silberkelch, lege an die Mündung des Ranzens des jüngsten, mitsamt dem Silber, für das er ermarktet hat! Er tat nach Jossefs Rede, die er geredet hatte. 3. Wie der Morgen licht ward, schickte man die Männer heim, sie und ihre Esel. 4. Eben waren sie zur Stadt hinaus, noch nicht fern, als Jossef zu seinem Hauswart sprach: Mache dich auf, jage den Männern nach, und hast du sie eingeholt, sprich zu ihnen: Warum habt ihr Böses für Gutes gezahlt? 5. ists nicht das, woraus mein Herr trinkt und woraus er Ahnung zu erahnen pflegt?! Böses habt ihr mit dem, was ihr tatet, verübt! 6. Er holte sie ein und redete diese Rede mit ihnen. 7. Sie sprachen zu ihm: Warum redet mein Herr solche Rede! weitab seis deinen Knechten, dergleichen zu tun! 8. haben wir ja das Silber, das wir an der Mündung unsrer Ranzen fanden, dir zurückgebracht aus dem Lande Kanaan - wie sollten wir Silber oder Gold aus dem Haus deines Herrn stehlen! 9. bei wems von deinen Knechten sich findet, er sterbe, und auch wir, wir seien fortan meinem Herrn verknechtet. Er sprach: 10. Soll es jetzt wohl auch so nach eurer Rede geschehn, sei doch nur, bei wem es sich findet, mir verknechtet, ihr aber bleibt straffrei. 11. Eilends ließen sie jeder seinen Ranzen zur Erde hinab und öffneten jeder seinen Ranzen, 12. und er durchstöberte, beim Ältesten fing er an und beim Jüngsten hörte er auf, und der Kelch fand sich im Ranzen Binjamins. 13. Sie zerrissen ihre Gewänder, jeder belud seinen Esel, und sie kehrten in die Stadt zurück.

1. Mose 44, 14 - 45, 15 «» Bild C.6: Josef gibt sich zu erkennen

C.6: Josef gibt sich zu erkennen

C.6: Josef gibt sich zu erkennen

14. Jehuda kam mit seinen Brüdern in Jossefs Haus, der war noch dort, und sie fielen vor ihm nieder zur Erde. 15. Jossef sprach zu ihnen: Was ist das für eine Tat, die ihr da getan habt! wußtet ihr nicht, daß ein Mann wie ich Ahnung erahnen kann? 16. Jehuda sprach: Was sollen wir zu unserm Herrn sprechen! was sollen wir reden, wie uns bewahrheiten! Gott hat die Schuld deiner Knechte gefunden! Da verknechten wir uns meinem Herrn, so wir, so er, in dessen Hand der Kelch gefunden wurde. 17. Er aber sprach: Weitab seis mir, das zu tun! der Mann, in dessen Hand der Kelch gefunden wurde, der sei mir verknechtet, ihr aber zieht in Frieden zu euerm Vater hinauf! 18. Jehuda trat vor zu ihm und sprach: Ach, mein Herr, möge doch dein Knecht Rede in meines Herrn Ohren reden dürfen, und nimmer entflamme dein Zorn wider deinen Knecht, - denn du bist wie Pharao! 19. Mein Herr hat seine Knechte gefragt, sprechend: Habt ihr noch Vater oder Bruder? 20. und wir sprachen zu meinem Herrn: Wir haben einen alten Vater und einen jungen Sohn seines Alters, dessen Bruder ist tot, so ist er allein von seiner Mutter überblieben, und sein Vater liebt ihn. 21. Und du sprachst zu deinen Knechten: Führt ihn herab zu mir, ich will mein Auge auf ihn wenden. 22. Wir aber sprachen zu meinem Herrn: Nicht kann der Knabe seinen Vater verlassen, verließe er seinen Vater, der stürbe. 23. Du aber sprachst zu deinen Knechten: Fährt euer jüngster Bruder nicht mit euch herab, seht ihr mein Antlitz nicht mehr. 24. Wie wir hinaufgezogen waren zu deinem Knecht, meinem Vater, meldeten wir ihm die Rede meines Herrn. 25. Dann sprach unser Vater: Kehrt nochmals zurück, ermarktet uns ein wenig Eßware! 26. Wir aber sprachen: Wir können nicht hinab - wenn unser jüngster Bruder mit uns ist, wollen wir hinab, denn wir können das Antlitz des Mannes nicht sehn, ist unser jüngster Bruder nicht mit uns. 27. Dein Knecht, mein Vater, sprach zu uns: Ihr selber wißt, daß zwei mir mein Weib geboren hat, 28. der eine ist von mir hinweg, ich sprach: Wahrlich, zerfleischt ist er, zerfleischt! - ich habe ihn bislang nicht wieder gesehn! 29. nähmt ihr auch diesen von meinem Antlitz hinweg - träfe ein Leides ihn, ihr ließet mein Grauhaar im Jammer zum Gruftreich hinabfahren! 30. Und nun,wann ich zu deinem Knecht, meinem Vater, komme, und der Knabe ist nicht mehr mit uns - und mit dessen Seele ist seine Seele verknotet! - 31. so wirds geschehn, wann er sieht, daß der Knabe nicht da ist, wird er sterben, und deine Knechte haben das Grauhaar deines Knechts, unsers Vaters, in Jammer zum Gruftreich hinabfahren lassen. 32. Denn dein Knecht hat den Knaben von meinem Vater erbürgt, sprechend: Bringe ich ihn dir nicht, gesündigt habe ich meinem Vater alle Tage. 33. Und so sitze doch nun dein Knecht statt des Knaben als meinem Herrn verknechtet, der Knabe aber ziehe mit seinen Brüdern hinauf. 34. Denn wie sollte ich zu meinem Vater hinaufziehn, und der Knabe ist nicht mehr mit mir! Ich müßte ansehn das Übel, das meinen Vater befände!

1. Nicht vermochte Jossef sich zu bezähmen vor allen, die ihn umstanden, er rief: Schafft jedermann von mir hinaus! Und niemand weilte bei ihm, als Jossef sich seinen Brüdern zu erkennen gab. 2. Er ließ seine Stimme in Weinen aus, die Ägypter hörtens, das Haus Pharaos hörte es. 3. Jossef sprach zu seinen Brüdern: Ich bin Jossef. Lebt mein Vater noch? Aber seine Brüder vermochten ihm nicht zu antworten, denn bestürzt waren sie vor seinem Antlitz. 4. Jossef sprach zu seinen Brüdern: Tretet doch zu mir heran! Sie traten heran. Er sprach: Ich bin Jossef, euer Bruder, den ihr nach Ägypten verkauft habt. 5. Nun aber, grämt euch nimmer! es entflamme nimmer eure Augen, daß ihr mich hierher verkauft habt! 6. Denn zu Lebenserhaltung sandte mich Gott vor euch aus. Denn zwei Jahre ist schon der Hunger drinnen im Land und noch fünf Jahre sinds, da kein Pflugriß und Kornschnitt sein soll. 7. Gott hat mich vor euch ausgesandt, euch ein Überbleiben auf Erden zu bereiten, euch am Leben zu halten, zu großer Errettung. 8. Nun also, nicht ihr habt mich hierher gesandt, sondern Gott! Er hat mich zu einem Vater bei Pharao und zum Herrn all seinem Haus und Walter in allem Land Ägypten gesetzt. 9. Eilt, steigt hinauf zu meinem Vater und sprecht zu ihm: So hat dein Sohn Jossef gesprochen: Gott hat mich allem Ägypten zum Herrn gesetzt, zieh herab zu mir, bleib nimmer stehn, 10. du sollst siedeln im Lande Goschen, sollst nah mir sein, du und deine Söhne und die Söhne deiner Söhne, deine Schafe, deine Rinder und alles was dein ist, 11. ich will dich versorgen dort, denn noch fünf Jahre ist Hunger, sonst müßtest du verkümmern mit deinem Haus und allem, was dein ist. 12. Da, eure Augen sehens und meines Bruders Binjamin Augen, daß mein Mund es ist, der zu euch redet. 13. Vermeldet meinem Vater all meine Gewichtigkeit in Ägypten und alles, was ihr gesehn habt, und eilt, nehmt meinen Vater hier herab! 14. Er fiel seinem Bruder Binjamin um den Hals und weinte, und Binjamin weinte an seinem Hals. 15. Er küßte alle seine Brüder und weinte an ihnen. Danach redeten seine Brüder mit ihm.

1. Mose 45, 16 - 24 «» Bild B.1: Pharaos Geschenk für Jakob

 B.1: Pharaos Geschenk für Jakob

B.1: Pharaos Geschenk für Jakob

16. Gehört wurde die Stimme in Pharaos Haus, man sprach: Jossefs Brüder sind gekommen! Gut wars in Pharaos Augen und in den Augen seiner Diener. 17. Pharao sprach zu Jossef: Sprich zu deinen Brüdern: Dies tut - beladet eure Tiere und geht, 18. kommt ins Land Kanaan, nehmt euern Vater und euer Hausvolk und kommt zu mir! Ich will euch das Bestgut des Landes Ägypten geben, das Fett des Landes sollt ihr essen. 19. Du selber bist dafür entboten: Dies tut - nehmt euch aus dem Land Ägypten Wagen für eure Kleinen und eure Weiber, und tragt auch euern Vater hinein, und kommt! 20. Euer Auge bedaure euer Gerät nimmer, denn das Bestgut alles Landes Ägypten, euer ists. 21. Die Söhne Jissraels taten so, Jossef gab ihnen Wagen nach Pharaos Geheiß und gab ihnen Zehrung auf den Weg, 22. allen gab er, jedem Wechselkleider, Binjamin aber gab er dreihundert Silberstücke und fünf Wechselkleider, 23. und seinem Vater sandte er dieses: zehn Esel, vom Bestgut Ägyptens tragend, dazu zehn Stuten, tragend Korn und Brot und Kost für seinen Vater auf den Weg. 24. Dann entsendete er seine Brüder, und sie gingen, und er sprach zu ihnen: Erregt euch nicht unterwegs.

1. Mose 45, 25 - 46, 4 «» Bild B.2: Jakobs Opfer in Beerscheba

B.2: Jakobs Opfer in Beerscheba

B.2: Jakobs Opfer in Beerscheba

25. Sie zogen von Ägypten hinauf und kamen ins Land Kanaan zu Jaakob ihrem Vater. 26. Und sie meldeten ihm, sprechend: Noch lebt Jossef, ja Walter ist er im Land Ägypten. Aber sein Herz blieb starr, denn er traute ihnen nicht. 27. Sie redeten nun zu ihm alle Rede Jossefs, die er zu ihnen geredet hatte, er sah die Wagen, die Jossef gesandt hatte, ihn hinzutragen, und der Geist ihres Vaters Jaakob lebte auf. 28. Jissrael sprach: Genug! mein Sohn Jossef lebt noch, ich will hingehn und ihn sehen, ehe ich sterbe.

1. Jissrael wanderte mit allem, was sein war, und kam nach Berscheba. Er schlachtete Schlachtgaben dem Gott seines Vaters Jizchak. 2. Gott sprach zu Jissrael in Gesichten der Nacht, er sprach: Jaakob! Jaakob! Und er sprach: Da bin ich. 3. Er aber sprach: Ich bin die Gottheit, der Gott deines Vaters. Fürchte dich nimmer, nach Ägypten hinabzuziehen, denn dort mache ich dich zu einem großen Stamm. 4. Ich selber ziehe mit dir nach Ägypten hinab und ich selber bringe dich wieder herauf, ja herauf. Aber Jossef legt dir die Hand auf die Augen.

1. Mose 46, 5 - 7 «» Bild B.3: Zug nach Ägypten: Die Karawane

B.3: Zug nach Ägypten: Die Karawane

B.3: Zug nach Ägypten: Die Karawane

5. Jaakob brach auf von Berscheba, Jissraels Söhne trugen ihren Vater Jaakob, ihre Kleinen und ihre Weiber in die Wagen, die Pharao gesandt hatte ihn herüberzutragen, 6. und nahmen ihr Vieh, ihren Zuchtgewinn, den sie im Lande Kanaan gewonnen hatten, und kamen nach Ägypten, Jaakob und all sein Same mit ihm, 7. seine Söhne und die Söhne seiner Söhne mit ihm, seine Töchter und die Töchter seiner Söhne, mit all seinem Samen kam er nach Ägypten.

1. Mose 46, 5 - 7 «» Bild B.4: Zug nach Ägypten: Jakob im Wagen

 B.4: Zug nach Ägypten: Jakob im Wagen

B.4: Zug nach Ägypten: Jakob im Wagen

siehe oben

«» Bild B.5: Josef, Mittler zwischen Ägypten und Israel

 B.4: Zug nach Ägypten: Jakob im Wagen

B.4: Zug nach Ägypten: Jakob im Wagen

Originärer Linolschnitt ohne biblische Vorlage

1. Mose 46, 8 - 47, 6: Jakobs Kinder und Enkel / Wiedersehen mit Josef / vor dem Pharao

nicht in der Grieshaber-Wand - Text zum Download

1. Mose 47, 7 - 10 «» Bild B.6: Jakob segnet Pharao

B.6: Jakob segnet Pharao

B.6: Jakob segnet Pharao

7. Dann ließ Jossef seinen Vater Jaakob kommen und stellte ihn vor Pharaos Antlitz. Jaakob segnete Pharao. 8. Pharao sprach zu Jaakob: Wie viele sind die Tage der Jahre deines Lebens? 9. Jaakob sprach zu Pharao: Die Tage der Jahre meiner Gastschaft sind hundertunddreißig Jahre, wenig und übel sind die Tage meiner Lebensjahre gewesen, sie erreichen nicht die Tage der Lebensjahre meiner Väter in den Tagen ihrer Gastschaft. 10. Jaakob segnete Pharao und ging von Pharaos Antlitz.

1. Mose 47, 4 - 6 + 11 «» Bild A.1: Im Lande Goschem

A.1: Im Lande Goschem

A.1: Im Lande Goschem

4. Und sprachen zu Pharao: Im Land zu gasten sind wir gekommen, denn die Schafe, die deiner Knechte sind, haben keine Weide, denn schwer ist der Hunger im Lande Kanaan. Mögen nun doch deine Knechte im Lande Goschen siedeln dürfen! 5. Pharao sprach zu Jossef, sprach: Dein Vater und deine Brüder sind zu dir gekommen, 6. das Land Ägypten ist vor dir offen, im Bestteil des Lands mache deinen Vater und deine Brüder seßhaft, im Lande Goschen mögen sie siedeln. Und weißt du, daß unter ihnen tüchtige Leute sind, mache sie zu Obern der Herden über das Meine.

11. Jossef machte seinen Vater und seine Brüder seßhaft, er gab ihnen Hufe im Land Ägypten, im Bestteil des Lands, im Land Ramsses, wie Pharao geboten hatte.

12. Jossef versorgte seinen Vater, seine Brüder und alles Haus seines Vaters mit Brot, nach dem Verhältnis der Kleinen.

1. Mose 47, 13 - 26 «» Bild A.2: Josefs Staatsbank

A.2: Josefs Staatsbank

A.2: Josefs Staatsbank

13. Nun war überall im Lande kein Brot, ja, sehr schwer war der Hunger, erschöpft vom Hunger war das Land Ägypten und das Land Kanaan. 14. Jossef hatte alles Silber, das sich im Lande Ägypten und im Land Kanaan fand, aufgesammelt gegen ihr ermarktetes Marktgetreide, Jossef hatte das Silber in Pharaos Haus gebracht. 15. Als aber das Silber im Lande Ägypten und im Lande Kanaan dahin war, kamen alle Ägypter zu Jossef, sprechend: Schaff uns Brot her! warum sollen wir sterben, in deiner Gegenwart, nur weil das Silber zuend ging! 16. Jossef sprach: Schafft eure Herden her, und ich gebe euch um eure Herden, ist das Silber zuende. 17. Sie brachten ihre Herden Jossef, und Jossef gab ihnen Brot um die Pferde und um die Schafherden und um die Rinderherden und um die Esel und versorgte sie mit Brot um all ihren Herdenbestand in diesem Jahr. 18. Als aber jenes Jahr dahin war, kamen sie zu ihm im zweiten Jahr und sprachen zu ihm:Wir könnens meinem Herrn nicht verhehlen, vielmehr: das Silber ist dahin und der Viehbestand an meinen Herrn, nichts blieb übrig vor meinem Herrn als unser Leib und unser Acker. 19. Warum sollen wir hinsterben vor deinen Augen, so wir so unser Acker! Erwirb uns und unsern Acker um Brot, wir wollen mit unserm Acker Pharao verknechtet sein, aber gib Aussaat, daß wir leben und nicht sterben und der Acker nicht veröde! 20. Jossef erwarb für Pharao allen Acker Ägyptens, denn die Ägypter verkauften jedermann sein Feld, denn stark war über ihnen der Hunger, und das Land wurde Pharaos. 21. Das Volk aber, das ließ er hinüberziehn nach den Städten, von einem Rand der Gemarkung Ägyptens bis zum andern Rand. 22. Nur den Acker der Priester erwarb er nicht, denn die Priester haben einen Festsatz von Pharao, und sie essen von ihrem Festsatz, den Pharao ihnen ausgegeben hat, darum haben sie ihren Acker nicht verkauft. 23. Und Jossef sprach zum Volk: Nun habe ich euch heut und euren Acker für Pharao erworben, hier habt ihr Aussaat, besät den Acker, 24. und beim Einbringen solls sein, daß ihr ein Fünftel an Pharao gebt, und vier Teile seien euer zur Aussaat fürs Feld und zu eurer Atzung und eurer Hausleute und für eure Kleinen zum Essen. 25. Sie sprachen: Du hast uns am Leben erhalten, mögen wir Gunst vor den Augen meines Herrn finden, daß wir Pharaos Knechte werden. 26. Jossef machte es zum Gesetz bis auf diesen Tag für den Acker Ägyptens: je der Fünfte sei Pharaos, nur der Acker der Priester, dieser allein wurde nicht Pharaos.

27. Jissrael saß im Lande Ägypten, im Lande Goschen, sie faßten Hufe darin, waren fruchtbar und mehrten sich sehr.

1. Mose 48, 1 - 22 «» Bild A.3: Jakob segnet

A.3: Jakob segnet

A.3: Jakob segnet

1. Nach diesen Begebnissen sprach man zu Jossef: Da, erkrankt ist dein Vater. Er nahm seine beiden Söhne mit sich, Mnasche und Efrajim.. 2. Man meldete es Jaakob, sprach: Da kommt dein Sohn Jossef zu dir. Jissrael machte sich stark und setzte sich aufrecht im Bett. 3. Jaakob sprach zu Jossef: Der Gewaltige Gott hat von mir sich sehen lassen in Lus, im Lande Kanaan, und hat mich gesegnet 4. und hat zu mir gesprochen: Da, ich bins, der dich nun fruchten läßt, ich mehre dich, ich gebe dir, Versammlung von Völkern zu werden, ich gebe dieses Land deinem Samen nach dir als WeltzeitHufe. 5. Nun, deine beiden Söhne, die dir im Land Ägypten geboren wurden, bevor ich zu dir nach Ägypten kam, mein seien sie, Efrajim und Mnasche, wie Ruben und Schimon seien sie mein. 6. Aber deine Erzeugten, die du nach ihnen erzeugt haben wirst, dein seien sie, auf den Namen ihrer Brüder seien sie in deren Erbeigen gerufen. 7. Und ich - wie ich aus der Flur kam, starb Rachel mir, im Lande Kanaan, auf dem Weg, nur noch eine Strecke Lands nach Efrat zu kommen, dort habe ich sie begraben, auf dem Weg nach Efrat, - das ist Betlehem.. 8. Jissrael sah die Söhne Jossefs und sprach: Wer sind diese? 9. Jossef sprach zu seinem Vater: Meine Söhne sinds, die Gott mir hier gab. Er aber sprach: Nimm sie doch her zu mir, daß ich sie segne. 10. Jissraels Augen nämlich waren vor Alter schwer, er konnte nicht sehen. Er ließ sie zu ihm herantreten, und er küßte sie und umarmte sie. 11. Jissrael sprach zu Jossef: Dein Antlitz wiederzusehn, nicht hatte ichs mehr vermeint, und da hat mich Gott deinen Samen noch sehen lassen. 12. Jossef zog sie ihm wieder von den Knien und neigte sich, seine Stirn zur Erde. 13. Jossef nahm die beiden, Efrajim an seine Rechte zur Linken Jissraels, und Mnasche an seine Linke zur Rechten Jissraels, und ließ sie zu ihm herantreten. 14. Aber Jissrael schickte seine Rechte aus und tat sie auf den Kopf Efrajims, der doch der Jüngere war, und seine Linke auf den Kopf Mnasches,seine Hände querte er, obschon der Erstling Mnasche war. 15. Dann segnete er Jossef und sprach: Der Gott, vor dem einhergingen meine Väter, Abraham und Jizchak, der Gott, der mich weidet, seit ich wese, bis auf diesen Tag, - 16. der Bote, der mich aus allem Übel erlöste, segne die Knaben! gerufen werde in ihnen mein Name und der Name meiner Väter, Abraham und Jizchak! fischgleich mögen sie wachsen zur Menge im Innern des Landes! 17. Als aber Jossef sah, daß sein Vater seine rechte Hand auf den Kopf Efrajims getan hatte, wars übel in seinen Augen, und er stützte die Hand seines Vaters, sie von Efrajims Kopf auf Mnasches Kopf zu wenden. 18. Jossef sprach zu seinem Vater: Nicht so, Vater, der Erstling ist dieser, lege auf seinen Kopf deine Rechte. 19. Aber sein Vater weigerte sich und sprach: Ich weiß, mein Sohn, ich weiß - auch er wird zum Volk, auch er wird groß, jedoch sein kleinrer Bruder wird größer als er und sein Same wird eine Fülle der Stämme. 20. Und er segnete sie an jenem Tag, sprechend: Mit dir soll Jissrael segnen, sprechend: Bestelle dich Gott wie Efrajim und wie Mnasche! Efrajim stellte er vor Mnasche. 21. Dann sprach Jissrael zu Jossef: Ich sterbe nun. Gott wird dasein bei euch, wird zurück euch führen ins Land eurer Väter. 22. Ich aber, ich gebe dir, schulterhoch, ein Teil über deine Brüder, was ich dem Amoriter abnehmen muß mit meinem Schwert, mit meinem Bogen.

1. Mose 49: Jakobs Segen über seine Söhne / Jakobs Tod

nicht in der Grieshaber-Wand - Text zum Download

1. Mose 47, 28 - 31, 50, 1 - 14 «» Bild A.4: Jakobs Tod

A.4: Jakobs Tod

A.4: Jakobs Tod

28. Jaakob lebte im Land Ägypten siebzehn Jahre. Der Tage Jaakobs, der Jahre seines Lebens wurden hundertundvierzig Jahre und sieben Jahre. 29. Als die Tage Jissraels dem Sterben nahten, berief er seinen Sohn Jossef und sprach zu ihm: Möge ich doch Gunst in deinen Augen gefunden haben, lege doch deine Hand unter meine Hüfte - tue Huld und Treue an mir: nimmer doch begrabe mich in Ägypten! 30. Bei meinen Vätern will ich liegen, trage mich fort aus Ägypten, begrabe mich in ihrem Grab! Er sprach: Selber werde ichs tun, nach deiner Rede. 31. Er aber sprach: Schwöre mir! Er schwur ihm. Jissrael neigte sich, hin zu Häupten des Betts.

1. Jossef fiel über das Antlitz seines Vaters, er weinte über ihm und küßte ihn. 2. Jossef gebot seinen Dienern, den Ärzten, seinen Vater zu balsamen, und die Ärzte balsamten Jissrael. 3. Darüber wurden die vierzig Tage voll, denn so werden vollzählig die Tage des Balsamens. Die Ägypter aber beweinten ihn siebzig Tage. 4. Als die Tage seiner Beweinung vorüber waren, redete Jossef zum Hause Pharaos, sprechend: Möchte ich doch Gunst in euren Augen gefunden haben, redet doch in Pharaos Ohren, sprechend: 5. Mein Vater hat mich eingeschworen, sprechend: Da, ich sterbe - in meinem Grab, das ich mir im Lande Kanaan aushob, dort sollst du mich begraben. Ich möchte jetzt doch hinansteigen, meinen Vater begraben und wiederkehren. 6. Pharao sprach: Steig hinan und begrabe deinen Vater, wie er dich eingeschworen hat. 7. Jossef stieg hinan, seinen Vater zu begraben, und mit ihm zogen alle Diener Pharaos, die Ältesten seines Hauses und alle Ältesten des Landes Ägypten, 8. und alles Haus Jossefs und seine Brüder und das Haus seines Vaters, nur ihre Kleinen, ihre Schafe und ihre Rinder ließen sie im Lande Goschen zurück. 9. Auch Fahrzeug stieg mit ihm hinan, auch Reisige. Es war ein sehr gewichtiges Heerlager. 10. Sie kamen bis zur Stechdorntenne, der jenseits des Jordans. Dort klagten sie, eine sehr große und wuchtige Klage, und er hielt um seinen Vater eine Trauer von einem Tagsiebent. 11. Der Insaß des Landes, der Kanaaniter, sah die Trauer in der Stechdorntenne, und sie sprachen: Eine gewichtige Trauer ist das für Ägypten! Darum ruft man ihren Namen: Ebel Mizrajim, Ägyptens Trauer, sie ist jenseits des Jordans. 12. Seine Söhne taten ihm so, wie er ihnen geboten hatte, 13. seine Söhne trugen ihn ins Land Kanaan und begruben ihn in der Höhle des Angers Machpela, welchen Anger Abraham zu Grabhufe erworben hatte von Efron dem Chetiter, angesichts von Mamre. 14. Jossef kehrte nach Ägypten zurück, er und seine Brüder und alle, die mit ihm hinaufgezogen waren, seinen Vater zu begraben, nachdem sie seinen Vater begraben hatten.

1. Mose 50, 15 - 21 «» Bild A.5: Schuld und Vergebung

A.5: Schuld und Vergebung

A.5: Schuld und Vergebung

15. Als Jossefs Brüder sahen, daß ihr Vater tot war, sprachen sie: Wenn nun Jossef uns befehdete und vergälte uns all das Böse, das wir ihm bereitet haben, vergälte es! 16. Sie entboten dem Jossef, sprechend: Dein Vater hat vor seinem Tod geboten, sprechend: 17. Solcherweise sprecht zu Jossef: Ach vergib doch die Abtrünnigkeit deiner Brüder und ihre Versündigung, daß sie dir Böses bereitet haben! Nun, vergib doch der Abtrünnigkeit der Knechte des Gottes deines Vaters! Jossef weinte, als mans zu ihm redete. 18. Auch seine Brüder selber gingen, sie fielen vor ihm nieder und sprachen: Hier sind wir, dir verknechtet zu sein. 19. Jossef aber sprach zu ihnen: Fürchtet euch nimmer! bin ich denn an Gottes Statt? 20. Habt ihr, ihr Böses wider mich geplant, Gott hats umgeplant zum Guten, um zu tun, wies heut am Tag ist: ein großes Volk am Leben zu halten. 21. Nun aber fürchtet euch nimmer, ich selber will euch und eure Kleinen verpflegen. Er tröstete sie und redete zu ihrem Herzen.

1. Mose 50, 22 - 26 «» Bild A.6: Josef, Mumie

A.6: Josef, Mumie

A.6: Josef, Mumie

22. Jossef blieb in Ägypten, er und das Haus seines Vaters. Jossef lebte hundertundzehn Jahre. 23. Jossef sah von Efrajim Söhne des dritten Geschlechts, noch Söhne Machirs, des Sohns Mnasches, wurden auf den Knien Jossefs geboren. 24. Jossef sprach zu seinen Brüdern: Ich sterbe, aber Gott wirds zuordnen, zuordnen euch, hinan führt er euch aus diesem Land in das Land, das er zuschwor Abraham, Jizchak und Jaakob. 25. Jossef beschwor die Söhne Jissraels, sprechend: Zuordnen, zuordnen wirds euch Gott, bringt dann meine Gebeine von hier hinan! 26. Jossef starb, hundertundzehn Jahre alt. Man balsamte ihn und man legte ihn in den Schrein in Ägypten.

Signatur HAP Grieshaber

(spiegelbildlich, um 90° gedreht, auf Bild A.6 - unten links)

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