Leonhardskirche

Hinweis

Von der Leonhardskirche sind hier nur Bilder der Chorfenster, der Kreuzgewölbe-Schlußsteine und der Chorausstattung sowie der höchst bemerkenswerten Fensterrosette im Westen zu finden. Zu Beginn einige Fotos außen sowie die Kreuzigungsgruppe von Hans Seyffer (Kopie von 1976 des in der Hospitalkirche befindlichen Originals - hier vollständig mit dem Kalvarienberg).
Keine Fotos vom Schiff, der Orgel, vor allem nicht vom wunderbaren Chorgestühl, das ehemals in der Hospitalkirche stand und hier ein Schattendasein fristet. Über dieses haben Karl Halbauer und Maria Binz eine wunderbare Broschüre publiziert (Stuttgart : Verein für württ. Kirchengeschichte / Scheufele, 2014), deren Erwerb nachhaltigst empfohlen sei (zum Preis von € 10 !!!).

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Im Internet ist die Geschichte der Kirche auf der Website der Kirchengemeinde sehr schön und umfangreich dargestellt. Ergänzend sei das Studium einer kleinen Broschüre empfohlen, die als 'Materialheft zur Ausstellung "Zerstörung und Wiederaufbau"' (Sommer 2000) erschien mit einer Chronik 1935 - 1985, einem bewegenden Beitrag von Friedrich Epting (Die Leonhardsgemeinde und die "Deutschen Christen"), einem sehr persönlichen "Rückblick auf mein Leben 1935 - 1945" von Wilfried Lempp und schließlich Gerhard Koch "Die Neugestaltung des Innenraums 1982/83".
Im Verlag Schnell & Steiner (München) erschien 1984 ein kleiner (recht bescheidener) Kunstführer,
Lesenswert - auch unter dem Aspekt des Erscheinungsjahrs 1956 - ist die vergleichende Darstellung der St. Leonhards- und der Hospitalkirche zu Stuttgart von Gustav Wais (DVA Stuttgart).

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Außen

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Hans Seyffer: Kreuzigungsgruppe

Vor 500 Jahren, im Jahre 1501, wurde die Kreuzigungsgruppe des bedeutenden spätgotischen Bildhauers Hans Seyffer vor dem Chor der Stuttgarter Leonhardskirche innerhalb des damaligen Friedhofs errichtet. Es war eine Bürgerstiftung des Vogts Jakob Walther genannt Kühorn (1417 bis 1503) und seiner Ehefrau Klara Mager (1435 bis 1525). Beide sind im Chor der Leonhardskirche begraben; ein Epitaph aus neuer Zeit erinnert an sie.
Hans Seyffer, von dessen Leben nicht viel überliefert ist, war ein Steinbildhauer und Holzschnitzer von unge-wöhnlicher Ausdruckskraft und einfühlsamer Innigkeit.
1799: Der zweitälteste Friedhof in Stuttgart, der sich bei der Leonhardskirche von der Brennerstraße bis zur Jakobstraße erstreckte, wird geschlossen. Der Leonhardsfriedhof wird 1805 ganz beseitigt. Die Kreuzigungsgruppe bleibt bestehen.
1889: Die erste Kopie der Kreuzigungsgruppe von Hans Seyffer entsteht durch Bildhauer Reichelt unter Leitung von Prof. Adolf von Donndorf.
1948: Die beschädigten Figuren der Kreuzigungsgruppe vor dem Chor werden restauriert und am 20. Juni der Öffentlichkeit übergeben.

Gustav Wais (S. 25/26)

Das Denkmal ist ein Werk des Meisters Hans Seyffer aus Heilbronn, des Schöpfers des berühmten Heilbronner Kilian-Altars und des Speyerer Ölbergs. Nach einer späteren Urkundenstelle sei die Stuttgarter Kreuzigungsgruppe „für ein sonderbares Kunststück gehalten und solle, wie auch der Cruzifix zu Wimpfen (in der Dominikanerkirche!) und der Ölberg zu Speyer ein Meister gemacht haben" (Hans Koepf, St. Kilian, Heilbronn, S. 39, Der Meister des Hochaltars). Auf einem Erdhügel, auf dem Menschenknochen und Schädel herumliegen und an dem sich Schlangen und Eidechsen hinschleichen, steht das Kreuz mit dem Heiland, zu Füßen Magdalena, welche den Kreuzesstamm umschlingt. Zu beiden Seiten des Kreuzes Maria und der Lieblingsjünger Johannes. Unterhalb dieser beiden Figuren befinden sich Wappenschilder, offenbar mit dem Wappen des Stifters und seiner Frau. Auf der Rückseite des Kreuzesstamms ist die Jahreszahl 1501 verzeichnet.
Das Original des Kreuzbildes wurde 1905 in die Hospitalkirche versetzt. An seine Stelle trat die vor dem Chor der Leonhardskirche stehende Nachbildung, 1889/91 von dem Bildhauer Reichelt unter Leitung von Prof. Adolf von Donndorf geschaffen. Im Frühjahr 1936 wurde das die Kreuzigungsgruppe umgebende Gebüsch entfernt.

aus:
Hospitalkirche - Kunstführer

siehe Hospitalkirche Innen (1)

Fast 400 Jahre stand der "Kalvarienberg" außen vor dem Chor der Leonhardskirche und war dort der Verwitterung ausgesetzt. 1888 besserte man die beschädigten Teile wieder aus, bestimmte aber zugleich, das Denkmal in einem geschützten Raum aufzustellen. So kam — auf Anraten des Malers Professor Wilhelm Steinhausen — die Kreuzi-gungsgruppe in die Hospitalkirche: ab 1895 in einen Vorraum, ab 1905 unter den Triumphbogen des Chors, seit 1951 in den Chorraum hinter dem Altar.
Eine in den Jahren 1889—1891 geschaffene naturgetreue Nachbildung des „Kalvarienberges" in härterem Stein — geschaffen von dem Bildhauer Reichelt — stellte man am alten Platz außen vor dem Chor der Leonhardskirche auf. Auch sie mußte inzwischen restauriert werden.

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Hans Seyffer: Kreuzigungsgruppe

Kreuzes-Inschrift

Pilatus aber schrieb eine Aufschrift und setzte sie auf das Kreuz; und es war geschrieben: Jesus von Nazareth, der König der Juden. Diese Aufschrift lasen viele Juden, denn die Stätte, wo Jesus gekreuzigt wurde, war nahe bei der Stadt. Und es war geschrieben in hebräischer, lateinischer und griechischer Sprache. (Johannes 19, 19+20)

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Chorfenster von Wolf-Dieter Kohler (1957)

Linkes Chorfenster

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Mittleres Chorfenster

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Rechtes Chorfenster

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Adolf Saile: Rosette · Westempore (1)

Der Sündenfall zwischen Sonne (Tag) und Mond (Nacht), umgeben vom Schöpfungswerk (1983)

Adolf Saile: Rosette · Westempore (2)

Adolf Saile · Rosette (3): Der Sündenfall zwischen Sonne (Tag) und Nacht (Mond)

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Adolf Saile · Rosette: Einzelbilder · Die Schöpfungsgeschichte

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Kreuzgewölbe im Chor

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Kreuzgewölbe im Chor - Schlußsteine

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Altaraufsatz von ca. 1470

Die heilige Margarethe mit dem Drachen und eine Äbtissin werden gerahmt von zwei Apostelfiguren

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Altaraufsatz - Einzelbilder

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Crucifix an der Chor(ost)wand

Impressum

Leonhardskirche Stuttgart fotografiert am 17.10. + 31.10.2014
Auf www.kirchen-online.com veröffentlicht am 12.12.2014
(c) 2014 Foto-Kunst Andreas Keller

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