Stgt-Botnang · Auferstehungskirche

Inhalt

Allgemeine Hinweise · Links
1 · Außen
2 · Innen / Altarraum
3 · Innen / Altar, Kanzel, Taufstein und -schale
4 · Innen / Orgel, Andachstraum, Turmfoyer
5 · Glocken
Impressum

Die Auferstehungskirche in der Eltinger Straße geht auf eine kleine Kapelle aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhundert zurück, die von den Botnanger damals mit eigenen Mitteln inmitten des Kirchhofes, also des ersten Friedhofes, erbaut wurde.
Bis 1483 gehörte Botnang als Filialgemeinde zu Feuerbach, und der Feuerbacher Vikar feierte hin und wieder auch Gottesdienste in dieser Kapelle. Doch zumeist mussten die Botnanger zum Gottesdienst und für kirchliche Feiern nach Feuerbach laufen.
1483 dann wurde ihre Bitte, in Botnang eine selbstständige Pfarrei einzurichten, vom Konstanzer Bischof bewilligt. Seither ist Botnang eine eigenständige Pfarrgemeinde.
1534 wurde im Herzogtum Württemberg die Reformation eingeführt und damit auch Botnang evangelisch. Der erste evangelische Pfarrer war der ehemalige Denkendorfer Mönch Martin Sattler, der 1540 nach Botnang kam. Die Kapelle war seitdem die Ortskirche der Botnanger Gemeinde: ein bescheidenes Bauwerk. Einen Treppenzugang erhielt die Kirche 1667, einen Turm aus Holz bekam die Kirche 1754.
1896-1905 wurde die Kirche umfassend renoviert, 1913 erhielt sie eine neue Orgel.

Botnanger Heimat

als Heft 25 ist in dieser Reihe "Botnanger Kirchen Teil 2" erschienen. Hier wird ausführlich die Vorgeschichte der Auferstehungskirche dargestellt, sodann dieselbe, die Westkirche (1964 abgerissen) und die Nikodemuskirche vorgestellt. Dazu weitere Hintergrundberichte. Text (ohne Bilder) hier zum Download. In Auszügen wird unten daraus zitiert.

Diese Botnanger Kirche brannte bei einem Luftangriff am 28. Juli 1944 bis auf die Umfassungswände nieder. Bis auf einen Abendmahlskelch, einen Abendmahlskanne und den zerbeulten Wetterhahn vom Kirchturm ist heute nichts mehr von der alten Botnanger Ortskirche übrig geblieben: außer dem Standort und der Anlehnung an den alten Grundriss. Beides wurde für die 1953/1954 unter der Leitung des Architekten Willi Knörzer wieder auferbaute Kirche übernommen.

Am 27 Juni 1954 wurde die Kirche von Pfarrer Johannes Strohal eingeweiht und erhielt den Namen Auferstehungskirche zur bleibenden Erinnerung an den „Aufstieg aus den Trümmern“ und natürlich als Hinweis auf die Auferstehung Christi.
Im Innern finden sich viele Arbeiten Botnanger Handwerker und von der Gemeinde in Eigenleistung errichtete Einrichtungsgegenstände.
Bei der umfassenden Renovierung 1982 erhielt der in Botnang wohnende bekannte Stuttgarter Kirchenmaler Professor Rudolf Yelin den Auftrag zur künstlerischen Gestaltung des Chorraumes. Er schuf mit der Parabel hinter dem Kruzifix ein Symbol für die Auferstehung und setzte dieses Thema auch um in den beiden Chorbildern (Begegnung der Maria von Magdala mit dem Auferstanden am Ostermorgen, den sie für den Gärtner hält; Vision des Auferstandenen durch Saulus/Paulus vor Damaskus).

Quelle: Website der Kirchgemeinde

Informationen auf www.kirchbau.de

Leuchttisch: Klick in ein Bild öffnet ihn und zeigt die Bilder groß

1 · Außen

2 · Innen / Altarraum

18 Bilder (Klick ins Bild unten startet die Diashow). Ausgestaltung des Altarraums von Rudolf Yelin. Die beiden Wandfresken zeigen:
(links) Christus und Paulus begegnen sich in Damaskus, Paulus wird bekehrt
(rechts) Begrüßung Christi durch Maria Magdalena, die den Auferstandenen für einen Gärtner hält

 

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3 · Innen / Altar, Kanzel, Taufstein und -schale

12 Bilder (Klick ins Bild unten startet die Diashow). Inschrift der Taufschale: Wer das Reich Gottes nicht empfähet · als ein Kindlein · der wird nicht hineinkommen · Marc 10, Vers 15

 

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4 · Innen / Orgel, Andachtsraum, Turmfoyer

12 Bilder (Klick ins Bild unten startet die Diashow).
Orgel der Werkstätte für Orgelbau Mühleisen GmbH, Leonberg: 18 Register, II Manuale, Fertigstellung 2001 - Disposition siehe unten
Holz-Stele im Turmfoyer von Ulrich Henn - Mahnmal für die Gefallenen beider Weltkriege.
Dazu schreibt Werner Breuning:
"Im Turm unserer Kirche ist ein Denkmal angebracht, das aus Nussbaumholz geschnitzt ist und einen Mann zeigt, wie er aus dem Munde eines Fisches schlüpft. Darunter sind die Jahreszahlen beider Weltkriege eingehauen. Das Mahnmal wurde am 13. November 1960 enthüllt und der Gemeinde übergeben. Es wurde von dem Bildhauer Ulrich Henn geschaffen.
Die biblische Botschaft des Alten Testaments wird bildlich dargestellt: „Jona war im Leibe des Fisches drei Tage und drei Nächte.“: Es ist Symbol für tiefe menschliche Verzweiflung (Eduard Kopp). In einer Übersetzung von Jörg Zink wird die Szene des Alten Testaments ausführlicher beschrieben: „Aber der Herr ließ einen großen Fisch kommen, der Jona verschlang. Und Jona war im Bauch des Fisches drei Tage und drei Nächte und betete zu dem Herrn: Ich rufe zum Herrn in meiner Angst, und er erhört mich… Mein Gebet dringt zu dir in deinen heiligen Tempel.“…
Immer wieder habe ich als Botnanger das Mahnmal betrachtet. Ich dachte mir schon, dass die unverkennbare Handschrift von Ulrich Henn in diesem Kunstwerk zum Vorschein kam. Bei diesem Mahnmal handelt es sich wahrscheinlich um Henns letzte Holzarbeit.
Parallel zu seinen Holzarbeiten hatte Henn für mehrere Kirchen im Lande viele Werke in Bronze geliefert. An der Stuttgarter Stiftskirche hat er 1958 Bronzetüre und Altarkreuz geschaffen. Einige Bronzetüren von ihm sind zu sehen in Bad Cannstatt an der Stadtkirche, in Esslingen an St. Dionys, in Tübingen an der Stiftskirche. Viele Beispiele seiner sakralen Kunst wie Altäre, Kreuze, Leuchter, Lesepulte, Taufbecken entdecken wir überall in unseren Kirchen. Ulrich Henn hat so ein umfangreiches Werk hinterlassen. Er hatte ein unglaubliches, tiefgründiges Wissen um Texte der Bibel.
So ist dieses Botnanger Mahnmal, das völlig abweicht von üblichen kriegerischen Darstellungen, ganz im Sinne der Bibel gemacht. Er konnte den Botnanger Kirchengemeinderat mit seiner Meinung überzeugen. Im Bericht über einen Besuch heißt es: „Da lag er nun, fast fertig geschnitzt, dieser 2,80 m lange und etwas 70 cm dicke Nussbauchstamm, aus welchem eindrucksvoll die Gestalt des Jona heraus geschnitzt war.“

Informationen über Ulrich Henn (1925 - 2014) auf Wikipedia und persönlicher Website. Das Mahnmal der Auferstehungskirche wird in beiden Quellen nicht erwähnt.

 

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Disposition der Orgel (Orgelbau Weigle 1954)

I. Manual Hauptwerk C – g”‘

II. Manual Rückpositiv C – g“‘

Pedal C – f‘

1 Quintade 16‘

2 Prinzipal 8‘

3 Gemshorn 8‘

4 Oktave 4‘

5 Nachthorn 4‘

6 Nasat 2 2/3‘

7 Waldflöte 2‘

8 Mixtur 5 – 6 fach

9 Trompete 8‘

10 Gedeckt 8‘

11 Blockflöte 4‘

12 Prinzipal 2‘

13 Spitzquinte 2-fach 2 2/3‘

15 Scharff 3-fach

16 Krummhorn 8‘

17 Subbass 16‘

18 Gedeckt 8‘ (Transmission aus Nr. 17)

19 Oktavbass 8‘

20 Choralbass 4‘ (Transmission aus Nr. 19)

21 Flöte 4‘

22 Flöte 2‘ (Transmission aus Nr. 21)

23 Hintersatz 4 - 5-fach

24 Posaune 8‘

5 · Glocken

12 Bilder (Klick ins Bild unten startet die Diashow).
Weihe 26.06.1954. Die „Christusglocke" - D · Ø 137,5 cm · 1.603 kg - ist die schwerste der vier Glocken und trägt die Inschrift „Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit" (Bilder 5.11-14) · Symbol: Kreuz, A-O
Vom Gewicht folgen die Betglocke - F · Ø 115,7 cm · 938 kg - „Dein Reich komme!" (Bilder 5.21+22) · Symbol: Posaunenengel
die Kreuzglocke - G Ø · 103,1 cm · 659 kg - „Er ist unser Friede" (Bilder 5.31-33) · Symbol: Kreuzigungsgruppe
und die Taufglocke - B · Ø 85,8 cm · 385 kg - „Komm Heiliger Geist, Herre Gott" (Bilder 5.41+42) · Symbol: Kreuz mit Wasser und Fischsymbolik.

 

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Impressum

Stgt-Botnang · Auferstehungskirche fotografiert am 10.11.2015 / 01.06. + 06.06.2019 - 81 Bilder
Auf www.kirchen-online.com veröffentlicht am xx.08.2019 SDG
(c) 2019 Foto-Kunst Andreas Keller

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