Ludwigsburg-Hoheneck · Wolfgangkirche

Inhalt

Allgemeine Hinweise · Links
Außen · Epitaphien im Vorraum
Innen (1)
Orgel
Innen (2)
Kreuzrippengewölbe im Chor · Schlußsteine
Chorfenster
Impressum

Auf der sehr schön gstalteten Website der Kirchgemeinde [--> Wir über uns | Wolfgangkirche] sind Informationen und Bilder zur Wolfgangkirche zu finden.
In der Kirche liegt ein Faltblatt aus mit Informationen, aus dem hier zitiert wird.:

Hoheneck ist über 700 Jahre alt. Es entstand in der Mitte des 13. Jahrhunderts, als Markgraf Hermann V. von Baden seine Besitzungen im mittleren Neckarraum erweiterte und sie 1240 durch den Bau der BURG „Hohenegge" (Hoheneck) sicherte. Sein Vasall Rudolf Hack erhielt die Burg als Lehen. Von ihr aus entwickelte sich eine Vorburg und eine BURGSIEDLUNG (1291 „praeurbium").
Um 1340 kam Hoheneck durch Heirat an den Grafen Johann II. von Rechberg. Er ließ den Ort ummauern und durch zwei Schenkelmauern mit der Burg verbinden. Damit war Hoheneck zu einer STADT (1345 „oppidum“) geworden.

Die Grafen von Württemberg erwarben von 1351 an allmählich Burg und Städtchen. 1496/7 lösten sie die badische Oberherrschaft ab. Hoheneck gehörte nun ganz zu Württemberg. Seit dieser Zeit bildete Hoheneck zusammen mit Neckarweihingen ein besonderes AMT und schickte bis 1804 einen Abgeordneten in den württembergischen Landtag. Den Titel „Stadt" verlor es 1791 mit der Einverleibung in das neu geschaffene Oberamt Ludwigsburg. 1926 wurde Hoheneck nach Ludwigsburg eingemeindet.
Die WOLFGANGKIRCHE wurde Ende des 15. Jahrhunderts erbaut. Man kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, daß die Kirche 1496, als die Pfandschaft der Herren von Speth abgelöst wurde, schon eingeweiht war. Denkbar ist, daß die Kirche am 31 .Oktober 1494, am 500. Todestag von Bischof Wolfgang, geweiht wurde. Da sie eine Filialkirche von Neckarweihingen war, erhielt sie statt eines Turmes nur einen Dachreiter.

Ort Hoheneck und die Wolfgangkirche sind ausführlich beschrieben in:
Adolf Schahl, Die Kunstdenkmäler des Rems-Murr-Kreises. München : Dt. Kunstverl., 1983

Informationen auch auf www.kirchbau.de

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Außen

Epitaphien im Vorraum

In den beiden Nischen (Vorhalle vor der West-Türe) stehen die denkmalgeschützten Grabplatten (Epitaphien) der Kapffsehen Gruft. Sie wurden 1985 zum Schutz vor weiterem Zerfall von der 10 Meter nordwestlich von hier gelegenen Gruft entfernt.

Pfarrer Kapff wirkte von 1696 bis 1741 in Hoheneck und erbaute das mit seinem Wappen verzierte Haus Obere Gasse 10/12. Von 1737 bis 1741 war der bekannte spätere Pfarrer Johann Friedrich Flattich als Vikar bei ihm tätig. Die Inschrift auf den beiden ursprünglich nebeneinander stehenden Grabplatten lautet:

M. Johann Friedrich
von Kapfen
Gebohren den 19.Febr.Anno
1667.
Auß dem Stipentio auff hießi-
ge Pfare promovirt Anno
1696 und derselben vorge-
standen 45 Jahr,
gestorben den 19.Dez.Anno
1741

Sabina Barbara Kapfin
gebohrne Mittelin
Gebohren den 9.Febr.Anno
1671.
Verheurathet mit dem an ihrer
Seiten Ruhenten Anno 1696
und mit dem sie jedoch ohne
Kindersegen in der Ehe
gelebt 45 Jahr.
Gestorben den 21.Mai Anno 1748

Beeder Symbolum:
Jesum lieben wir ewig,
Diese Gruft und Stein haben beede noch in ihrem Leben aus feiner Ursachen auferstellen lassen und daselbst ihre fröhliche Auferstehung erwartten wollen.
Anno 1718

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Das SCHIFF

hat im Laufe der Zeit manche Veränderung erfahren. 1634 im dreißigjährigen Krieg ist die Kirche „von den nach dem Nördlinger Treffen vorüberziehenden spanischen Völkern, indem das Stättlin dermalen leider gar in Rauch aufgeflogen, ruiniert und demoliert worden". Zerstört wurde die Kanzel und die getäferte Decke des Schiffs. Schäden gab es am Dachstuhl und an den Seitenwänden. Die heutige Kanzel im Renaissancestil stammt aus dem Jahr 1662. Auch die Empore stammt aus dieser Zeit. Das spätgotische Kruzifix ist das Werk eines unbekannten Künstlers. Im Jahr 1899 fand eine gründliche Erneuerung der Wolfgangkirche statt. Im Zweiten Weltkrieg verlor sie 1944 durch Bombeneinwirkung ihre bunten Glasfenster, auch die Decke stürzte ein. In der Nachkriegszeit konnte die Kirche innen erneuert werden. Ein neuer Taufstein kam 1947 und der Altar aus Sandstein 1954 in die Kirche. 1973 wurde das Chorgestühl von 1899 (letzter Rest ist der Sitz neben der Tür zur Sakristei) entfernt und eine neue Orgel der Firma Walcker - damals Ludwigsburg - im Chor eingebaut. Es ist eine zweimanualige Orgel mit 13 Registern, Schleifladen und mechanischer Spiel- und Registertraktur.

Innen (1)

    • Blick zum Chor

    • Blick von der Westempore zur Kanzel, in den Chor

    • Kanzel

    • Taufstein

    • Chor

    • Orgel

Orgelbeschreibung

Orgelbauer: Walcker Orgelbau; Opus: 5647
Baujahr: 1973
Restauriert durch die Orgelbaufirma Tzschöckl 2004/2005
Windladen: Schleifladen
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: mechanisch

Registeranzahl: 13
Manuale: 2 C-g3
Pedal: 1 C-f1
Spielhilfen, Koppeln: II/I, I/P, II/P

Quelle: Die freie Orgeldatenbank

Disposition

I Hauptwerk

II Positiv

Pedal

Prästant 8'
Salicional 8'
Prinzipal 4'
Sesquialter 2fach
Mixtur 3fach 1 1/3'

Gedackt 8'
Rohrflöte 4'
Prinzipal 2'
Quinte 1 1/3'

Tremulant

Subbass 16'
Gemsbass 8'
Gedecktbass 8'
Zarttrompete 8'

Innen (2)

    • Altes Chorgestühl (Rest)

    • Bischof Wolfgang von Regensburg

    • Bischof Wolfgang

    • Blick aus dem Chor nach Westen

    • Blick nach Westen

    • Spätgotisches Crucifix (Nordwand)

Kreuzrippengewölbe im Chor

Schlußsteine

Die vier Schlußsteine des Kreuzrippengewölbes im spätgotischen CHOR zeigen Maria als Himmelskönigin mit dem Jesuskind, Bischof Wolfgang von Regensburg mit Bischofsstab, Beil und der Hohenecker Kirche, das Wappen der damaligen Burgherren (bis 1496) Speth und ein Steinmetzzeichen, das auch im Turm der Alexanderkirche in Marbach zu finden ist.

Leuchttisch: Klick in ein Bild öffnet ihn und zeigt die Bilder groß

Chorfenster

Impressum

Ludwigsburg-Hoheneck · Wolfgangkirche fotografiert am 19.09.2014 + 10.03.2015
Auf www.kirchen-online.com veröffentlicht am 29.03.2015
(c) 2015 Foto-Kunst Andreas Keller

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